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Pragmatisches Spielleiten

erstellt von Hendrik Belitz zuletzt verändert: 19.04.2011 11:24

Auf dem diesjährigen Sommertreffen des Tanelorns habe ich die Gelegenheit genutzt, einen kleinen Workshop zum Thema "pragmatisches Spielleiten" anzubieten, der überraschend gut besucht wurde.

Ich werde in näherer Zukunft schrittweise eine Ausarbeitung des Workshops auf meinem Blog veröffentlichen. Kommentare und Kritik sind explizit erwünscht.

Zum ersten Teil geht's hier entlang.

fberger
fberger sagt
19.04.2011 11:25
Hendrik, danke für's Reinstellen des Workshops.

In der Spielleiterwerkstatt sollen allerdings die gehaltenen Workshops direkt dokumentiert werden. Blogs und anderweitige externe Links sind vergänglich. ;-)

Es wäre nett, wenn Du Deine 6 Kernprinzipien hier nochmal postest. Das ist ausdrücklich erwünscht. :-)

Ich werde das auch nochmal explizit in die Spielregeln schreiben, das stand so noch nicht drin.

Florian
hendrikbelitz
hendrikbelitz sagt
19.04.2011 11:27
Für die eiligen unter euch hier das wichtigste in Kürze:

Worum geht's beim pragmatischen Spielleiten? Es geht darum, vor, während und nach dem Spiel möglichst wenig Ballast zu produzieren, oder anders formuliert, möglichst faul zu sein und trotzdem ein schönes Spielerlebnis zu ermöglichen.

Folgende Grundvorraussetzungen sollte die Gruppe erfüllen, um mit den Richtlinien des pragmatischen Spielleitens spielen zu können:

1. *Spiel nicht mit Idioten.* Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, doch leider wird das viel zu selten wirklich erfüllt. Die Mitspieler müssen sich untereinander vertrauen und sich aufeinander verlassen können. Wenn das nicht gegeben ist, funktioniert auch der ganze Rest nicht.

2. *Pragmatismus.* Nicht mehr Arbeit ins Spiel investieren als unbedingt nötig. Dinge, die irrelevant sind, möglichst früh erkennen und sich dann damit nicht mehr beschäftigen.

3. *Kollaboration.* Alle arbeiten zusammen. Niemand entscheidet über die anderen hinweg, niemand ist Alleinunterhalter. Jeder darf einmal glänzen und jeder lässt auch die anderen Mal im Licht stehen.

4. *Ergebnisoffenheit.* Der Plot entsteht im Spiel, nicht davor und nicht danach. Der Plot ergibt sich aus den Entscheidungen der Spieler und den Reaktionen, die diese hervor rufen.

5. *Mut.* Die Freude am experimentieren sollte gegeben sein. Man soll offen äußern, was man mag und was nicht.

6. *Ehrlichkeit.* Schummle nicht (auch nicht als SL). Verarsche Deine Mitspieler nicht. Und lass Dir nicht alles aus der Nase ziehen.
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